Bildunterschrift: Ihr verspürt ständig den Druck online sein zu müssen? Dann habt ihr möglicherweise „FOMO“. Foto: Pixabay

Die nächste Silvesterparty steht vor der Tür. Ihr habt Angst, etwas zu verpassen, wenn ihr nicht hingeht? Dann habt ihr möglicherweise „FOMO“. Wir von tagger.de erklären euch, was es damit auf sich hat und was ihr dagegen tun könnt.

Von Jannik Paula

Wofür steht die Abkürzung „FOMO”?
FOMO ist ein englisches Kürzel und steht für „Fear of Missing Out“. Wörtlich übersetzt bedeutet das: Angst, etwas zu verpassen.

Was genau ist FOMO?
Die AOK-Krankenkasse erklärt, dass FOMO die Angst beschreibt, soziale, real stattfindende Ereignisse zu verpassen, und andererseits die Sorge, nicht mitzubekommen, was aktuell auf Social Media passiert. Bis zu einem gewissen Grad ist dies ein normales, menschliches Gefühl. Erst wenn der Mensch berufliche oder soziale Probleme entwickelt, ist es möglich, dass eine psychische Störung vorliegt. Eine anerkannte psychische Störung ist FOMO jedoch nicht. Eine konkrete Zahl von Betroffenen ist nicht messbar.

Warum entsteht FOMO?
Laut DAKGesundheit sind Menschen von Natur aus darauf programmiert, Teil einer Gruppe zu sein. Das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Anerkennung und Vergleich ist tief in uns verankert, was grundsätzlich sinnvoll ist. Im digitalen Alltag funktioniert dieser Mechanismus allerdings nicht mehr so gut, da sich der Mensch oft unbewusst vergleicht, wenn er sieht, was andere erleben.

Welche Anzeichen gibt es für FOMO?
Nach Angaben der Techniker-Krankenkasse gibt es einige Anzeichen, die darauf hindeuten können, dass ihr unter „FOMO“ leidet. Erstens: Ihr fühlt euch niedergeschlagen, wenn eure Freunde sich treffen und ihr nicht dabei seid. : Ihr vergleicht euer Leben mit dem von Freunden und anderen Menschen, aus Angst, dass eures „schlechter“ sei. Und drittens: Ihr verspürt den Drang, immer online sein zu müssen. 

Wer ist besonders häufig betroffen?
Am häufigsten sind Jugendliche und junge Erwachsene betroffen, die eine hohe Affinität zu den sozialen Medien besitzen und mit einem Smartphone aufgewachsen sind. Doch auch Erwachsene können betroffen sein. Außerdem ist das Gefühl bei unsicheren und unzufriedenen Personen stärker ausgeprägt als bei selbstsicheren Menschen.

Was kann man gegen FOMO machen?
Laut der Techniker-Krankenkasse gibt es verschiedene Strategien, um besser mit FOMO umzugehen. Zum einen solltet ihr euch auf die Dinge konzentrieren, die für euch persönlich wichtig sind. Erinnert euch daran, dass euer Leben gut so ist, wie es ist. Vielleicht seid ihr gar nicht der Typ, der jedes Wochenende bis in die Morgenstunden im Klub feiert oder eine Weltreise macht. Darüber hinaus kann auch eine digitale Entgiftung helfen. Lernt, euer Leben ohne die ständige Ablenkung durch soziale Medien zu gestalten. Denn diese zeigen selten die ganze Wahrheit. 

Quellen:

  • AOK-Krankenkasse 
  • DAK-Gesundheit
  • Techniker-Krankenkasse