Bildunterschrift: Der Warner-Deal ist eine Gefahr für Hollywood. Foto: Pixabay

In den USA ringen der Streaming-Gigant Netflix und die Mediengruppe Paramount Skydance, um die Übernahme von Warner Bros. Discovery. Ein Duell, das je nach Ausgang die Filmindustrie in eine gefährliche Abhängigkeit einer alleinigen Streamingmacht führt.

Ein Kommentar von Nicolas Haack

Es war eine Nachricht, die die gesamte Filmindustrie in Aufruhr versetzte: Netflix soll sich mit Warner Bros auf eine Übernahme geeinigt haben. Ein Szenario, bei dem die Rechte an Blockbuster-Reihen wie Harry Potter und dem DC-Universum auf einen Schlag in die Hände des Streaming-Giganten fallen. Damit würde Netflix seine ohnehin dominante Marktstellung manifestieren.

Ein Wendepunkt für Hollywood
Eine solche Machtkonzentration birgt erhebliche Risiken für die gesamte Film- und Serienbranche. Hollywood lebte stets von Vielfalt, Konkurrenz und diversen kreativen Ansätzen. Weniger Wettbewerb würde dies erheblich beeinflussen und auch einen wachsenden Einfluss wirtschaftlicher Interessen verursachen. Denn schließlich sind selbst für Netflix rund 83 Milliarden US-Dollar keine Nebensache.

Solche Investitionen müssten langfristig refinanziert werden – und das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch auf dem Rücken der Abonnentinnen und Abonnenten. Zudem geriete die Kinobranche weiter unter Druck, da Netflix bevorzugt für den eigenen Streamingdienst produzieren und somit die Kinolaufzeiten verkürzen würde.

Paramount als Hoffnungsträger der Branche
Das Gegenangebot von Paramount Skydance sorgt für eine neue Dynamik. Die Mediengruppe würde nicht nur ihre eigene Position im Streamingmarkt stärken, sondern auch ein Machtungleichgewicht verhindern. Es ist also zu hoffen, dass Paramount den Zuschlag erhält, um die Zukunft der Film- und Streamingbranche vielfältig und wettbewerbsfähig zu halten.