Bildunterschrift: Autoland AG verkauft von neu bis gebraucht alles: nur meist nicht klimafreundlich (Foto: Unsplash)
Christian Lindner verzögerte über Jahre den Ausbau der E-Mobilität. Ab Januar 2026 übernimmt er die Leitung als stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei der Autoland AG. Sein Wechsel von der Politik in die Autoindustrie lässt Zweifel aufkommen an seiner politischen Unabhängigkeit zu seiner Zeit als Finanzminister.
Ein Kommentar von Aaliyah Wiesner
Die fehlende Umsetzung des 8-Punkte-Plans für mehr E-Mobilität zeigte, Lindner war nicht bereit Zukunftspläne umzusetzen. Er machte sich bereits Gedanken, wie sich der Jobwechsel besonders für ihn lohnen würde. Persönliche Vorteile waren wichtiger als der Ausbau der E-Mobilität. Und schon ein Jahr später darf er bei der Autoland AG, die weiterhin hauptsächlich auf Verbrenner-Motoren setzt, eine Führungsposition einnehmen. Das kann kein Zufall sein.
Entscheidungen treffen, die den Karriereweg begünstigen
Lindner darf nach seiner politischen Karriere einen Job in der Wirtschaft antreten. Doch er verschaffte der Autoindustrie in seiner Zeit als Finanzminister Vorteile. Sie durften weiter ohne jegliche Einschränkungen bauen und verkaufen. Daher sollte er sich genau überlegen, ob ein Wechsel in diese Branche angemessen ist. Lieber bleibt er seinen Prinzipien treu. Die Straßen müssen für ihn als Auto-Liebhaber weiterhin nach Abgasen riechen. Die Autoland AG darf sich nun erst einmal auf neue Bekanntheitswerte von knapp unter 5 Prozent freuen. Diese Koalition wird sicherlich nicht länger halten als die letzte.


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