Bildunterschrift: Deutschland rutscht im Klimaschutz-Index von Platz 16 auf Platz 22. Foto: Pixabay

Der UN-Gipfel in Brasilien offenbart: Deutschland rutscht so schnell beim Klimaschutz-Index nach unten wie die Eisbären von ihren schmelzenden Eisschollen. Ein Armutszeugnis. 

Ein Kommentar von Noémi Enendu

Ein Land, das sich selbst als Vorreiter der Energiewende sieht, fällt im internationalen Vergleich mit 63 Ländern und der Europäischen Union ins Mittelmaß ab und kann nur Platz 22 belegen.

Aber wen wundert das schon? Unsere Bundesregierung will fossile Energien fördern, indem sie Gaskraftwerke weiter ausbaut. Außerdem soll die Ticketsteuer im Flugverkehr verringert werden – während andere Nationen wie Frankreich oder Großbritannien sie erhöhen. Der Anspruch der deutschen Klimapolitik wirkt zunehmend unglaubwürdig. 

USA hinterlassen eine große Lücke
Ein Blick über den Atlantik zeigt, wie sehr globale Ambitionslosigkeit die ohnehin schleppenden Fortschritte ausbremsen können. Die USA hinterlassen ein großes Loch in der Klimapolitik, sodass sich die übrigen Länder neu zusammenfügen müssen. Umso wichtiger wäre es, dass Deutschland endlich mal zum Vorreiter wird, anstatt sich nur als solchen zu bezeichnen.