Bildunterschrift: Die Schufa wird ab März 2026 ihren Score vereinfachen. Quelle: Pixabay
Ab März 2026 wird sich einiges beim Schufa-Score ändern, sodass es nachvollziehbarer für euch Verbraucher wird. Wir von tagger.de erklären, was es damit auf sich hat und was ihr wissen solltet.
Von Lina Arends
Was ist die Schufa?
Schufa ist die Abkürzung für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherheit. Diese sammelt alle Daten zum Zahlungsverhalten von uns Verbraucherinnen und Verbrauchern, um daraus die jeweilige Kreditwürdigkeit zu errechnen. Dazu zählen unter anderem Mobilfunkverträge, Kredite, oder Mahnungen. Alle Daten werden dann zu einer Summe zusammengerechnet und ergeben den sogenannten Schufa Score.
Eine Schufa wird beispielsweise benötigt um beim Anmieten einer Wohnung, dem Vermieter die Zahlungsfähigkeit nachzuweisen.
Woher hat die Schufa meine persönlichen Daten?
Die SCHUFA erhält ihre Daten überwiegend von Unternehmen, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher Verträge abschließen. Dazu gehören vor allem Banken, Sparkassen sowie Anbieter von Mobilfunk-, oder Internetverträge. Auch Versand- und Onlinehändler übermitteln Informationen, insbesondere wenn Zahlungsarten wie Rechnungskauf oder Ratenzahlung genutzt werden.
Diese Vertragspartner melden der SCHUFA, dass ein Vertragsverhältnis besteht und ob Zahlungsverpflichtungen ordnungsgemäß erfüllt werden. In bestimmten Fällen werden auch Informationen über Mahnungen, Zahlungsausfälle oder Vertragskündigungen übermittelt.
Zusätzlich speichert die SCHUFA grundlegende personenbezogene Daten wie Name, Geburtsdatum sowie aktuelle und frühere Anschriften. Nicht gespeichert werden hingegen Angaben zum Einkommen, zum Vermögen, zu Kontoständen, zum Beruf oder zum Arbeitgeber.
Wie ist der neue Schufa-Score aufgebaut?
Aktuell wird der Score in Prozent von 0-100% berechnet. Dafür fließen bis zu 250 Faktoren ein. Alles über 95% ist sehr gut und zeigt ein geringes Risiko dafür, dass der Verbraucher Schulden machen würde.
Ab März ändert sich die Berechnung und es werden nur noch 12 Faktoren zu Berechnung einbezogen. Dazu zählen die Anzahl neuer Girokonten oder auch vorhandene Kredite. Außerdem wird es einen einheitlichen Wert geben, der sich im Bereich von 100-999 befindet. Hier gilt auch, je höher desto besser.
Das sind die zwölf Schufa Kriterien:
- Alter der ältesten Kreditkarte: Längere Historie wirkt sich oft positiv aus.
- Alter der aktuellen Wohnadresse: Häufige Umzüge können den Score mindern.
- Anzahl Girokonten/Kreditkarten (letzte 12 Monate): Zu viele neue Konten/Karten wirken sich negativ aus.
- Kredit mit längster Restlaufzeit: Zeigt das langfristige Kreditverhalten.
- Anfragen Telekommunikation/Online-Handel: Häufige Anfragen in kurzem Zeitraum (z. B. Ratenkauf) können schaden.
- Alter des ältesten Bankvertrags: Ein langer, positiver Vertragshistorie ist gut.
- Immobilienkredit oder Bürgschaft: Wird oft als Zeichen finanzieller Stabilität gewertet.
- Aufgenommene Ratenkredite (letzte 12 Monate): Anzahl neuer Kredite.
- Kreditstatus: Aktueller Status laufender Kredite (pünktliche Zahlung).
- Vorliegen einer Identitätsprüfung: Bestätigung der Identität (z. B. durch Banken).
- Jüngster Rahmenkredit: Anzahl und Nutzung von Dispokrediten.
- Zahlungsstörungen: Negativeinträge (z. B. unbezahlte Rechnungen trotz Mahnung
Wie kann der Score eingesehen werden?
Ab Ende März erfolgt die Umstellung auf den neuen Basisscore.
Nutzerinnen und Nutzer können sich bereits seit Ende Dezember auf eine Warteliste, für die Registrierung eines neuen Schufa Accounts, eintragen lassen. Die Freischaltung erfolgt dann schrittweise, wobei die Identifikation durch einen Onlineausweis erforderlich ist. Der neue Score soll für mehr Transparenz sorgen.
(Warteliste: https://www.meineschufa.de/lp/schufa-warteliste)
Was bringt der neue Score für Vorteile?
Der Score kann von den Verbrauchern besser eingeordnet werden, da nur noch 12 Faktoren berücksichtig und dadurch eine klare Nachvollziehbarkeit entsteht. Das ganze Verfahren rund um die Schufa wird ebenfalls transparenter.
Warum haben einige einen niedrigen Score?
Die häufigsten Gründe für einen schlechten Schufa-Score sind unbezahlte Rechnungen, Mahnverfahren oder aber auch viele laufende Kredite.


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