Bildunterschrift: Kalenderblatt im Frühling mit Weihnachtsmütze. Foto: Pixabay
Seit zwei Wochen öffnen nun die Weihnachtsmärkte. Mit dem Kopf noch im Sommerurlaub, mit den Händen in den Halloweensüßigkeiten – im frühen November ist kein Platz für Weihnachten!
Eine Glosse von Nils Reifenrath
Vorfreude auf Weihnachten besteht mittlerweile scheinbar aus Bratwursttreff in Übergangsjacke, bunten Herbstblättern und Menschenmengen. Wie feierlich. Der Massenspektakel-Weihnachtsmarkt sollte voller, teurer und vorzeitiger werden. Der Sommer ist sonst so leer. 31 Grad, nirgendwo riecht es nach industriell gefertigtem Keksteig. Keine Spur von den gleichen fünf Weihnachtssongs. Nicht mal Spekulatius am Strand.
Frittierte Festtage
Wir brauchen: Hotdogs und Pommes, um in Fest-Stimmung zu kommen. Oder frittierte Kartoffelringe, so überwürzt, dass alle Geschmacksknospen aus dem Mund gebrannt werden. Das ist so wichtig. Für Instagram. Ohne Food-Story war man ja gar nicht richtig da.
Jahreszeit? egal. Hauptsache Deko
Aber irgendetwas stört noch. November und Weihnachtsgedöns – irgendwie spät. Mein Vorschlag: Osterdekoration. Diese roten und gelben Blätter eignen sich doch ideal, um einige Schokoladeneier zu verstecken! Naja, gleich geht es auf den Weihnachtsmarkt für das nächste Jahr! Wir haben beschlossen, damit schon ein wenig früher anzufangen.


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