Bildunterschrift: Ein richtig eingestelltes Thermostat hilft, Energie zu sparen. Foto: Pixabay

In der kalten Jahreszeit eine warme Wohnung haben und trotzdem Heizkosten sparen? Wir von tagger.de zeigen, wie das geht.

Von Lena Verbeek

Wie bleibt die Wärme länger im Raum?
Damit die Wärme nicht in andere Räume entweicht, sollten Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen bleiben. Nachts lohnt es sich, die Rollläden herunterzulassen. Das reduziert die Wärmeverluste über die Fenster um rund 20 Prozent. Auch geschlossene Vorhänge unterstützen diesen Effekt.

Warum sollte ich stoßlüften?
Beim Kochen, Duschen oder Trocknen von Wäsche steigt die Luftfeuchtigkeit. Wird diese nicht ausgelüftet, kann sich Schimmel bilden. Am effektivsten ist kurzes Lüften mit vollständig geöffnetem Fenster. Dauerhaft gekippte Fenster sorgen für wenig Luftaustausch, aber lassen viel Wärme entweichen.

Wie hoch ist die ideale Raumtemperatur?
Alle Wohn- und Schlafräume sollten auf mindestens 16 Grad geheizt werden, um das Schimmelrisiko niedrig zu halten. Das deutsche Umweltbundesamt (UBA) in Dessau rät zu Werten von maximal 20°C. Denn jedes Grad weniger spart Energie und Kosten. Entscheidend ist jedoch das persönliche Wohlbefinden.

Was bedeuten die Zahlen auf dem Thermostat?
Die Zahlen geben an, welche Raumtemperatur erreicht werden soll. Stufe eins entspricht etwa zwölf Grad. Jede weitere Stufe erhöht die Temperatur um rund vier Grad bis circa 28°C auf Stufe fünf. Der Raum wird nicht schneller warm, nur weil das Thermostat höher gedreht ist. 20°C Zimmertemperatur zu erreichen, dauert auf Stufe fünf genauso lange wie auf Stufe drei. 

Wieso wird meine Heizung nicht richtig warm?
Häufig liegt es daran, dass sich Luft in den Heizungsrohren befindet. Heizkörper sollten entlüftet werden, wenn sie gluckern oder trotz eines aufgedrehten Thermostats kalt bleiben. Dazu das Ventil an der Heizung mit einem Entlüftungsschlüssel langsam aufdrehen, bis Wasser austritt. Sobald ein durchgehender Wasserstrahl fließt, wurde erfolgreich entlüftet. Sollte das nicht helfen, empfehlen wir eine Wartung durch Fachpersonal.

Quellen:
– Deutsches Umweltbundesamt
– Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
– Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V. in Berlin